Wenn Sie in den Social Media unterwegs sind oder verschiedene Newsletter abonniert haben, erhalten Sie sicher auch eine Menge Einladungen zu kostenlosen Webinaren. Ich könnte 10 Stunden am Tag locker damit zubringen, mir all die Heils-Versprechungs-Webinare anzuschauen, die mir zeigen, wie ich in 5 Schritten Millionärin werde oder meine E-Mail-Liste verfünffache oder was auch immer.

Es gibt aber durchaus auch kostenlose Webinare, bei denen man wirklich etwas lernen kann, etwas Neues erfährt, also einen konkreten Nutzen hat. Dass dann am Ende ein Produkt oder eine Dienstleistung angeboten wird, die weiterführende Themen bringt, finde ich auch völlig in Ordnung. Ich habe etwas Neues gelernt, die Trainerin kennengelernt und kann einschätzen, ob mich das Thema so interessiert, dass ich tiefer einsteigen und mehr lernen möchte und ihr Angebot buchen will.

Im folgenden Beitrag schauen wir uns an:

1. Ist es sinnvoll für Sie?
2. Passt es zu Ihrem Thema?
3. Ist eine kurzfristige Buchung möglich?
4. Auch kostenlose Webinare müssen Nutzen bringen
5. Welche Voraussetzungen müssen Sie erfüllen, um ein gutes Webinar anzubieten?

Kann es für Sie sinnvoll sein, kostenlose Webinare anzubieten?

Es geht darum, dass Sie für sich überprüfen können, ob das eine Möglichkeit für Sie ist und was es Ihnen bringen könnte.

In vielen Marketing-Fortbildungen werden solche kostenlosen Webinare als absolutes Muss empfohlen, um darüber dann seinen Online-Kurs oder was auch immer zu verkaufen.

Ich selbst habe vor Jahren mal eine kostenlose Webinar-Reihe begonnen, „Trainer-Tipps im Web“, wo ich zu einem konkreten Thema schon sehr viele Methoden und Tipps gezeigt habe.


Meine Erfahrung ist unter anderem, dass es viele Menschen gibt, die gerne und viel solche kostenlosen Inputs buchen und konsumieren – und dann aber niemals ein Seminar oder einen Kurs buchen. Sie meinen, dass sie ja schon genug Tipps bekommen haben.

Aber ist das Grund genug, so etwas nicht mehr anzubieten?

Es kann für Sie sinnvoll sein,

° wenn Sie noch nicht so sehr bekannt sind und so Menschen die Möglichkeit geben, Sie kennenzulernen

° wenn Sie ein neues Thema haben und es sozusagen einmal „üben“ wollen oder testen wollen, ob es Interesse an dem Thema gibt.

° wenn Sie ein Thema haben, zu dem man sich auch relativ kurzfristig anmelden kann.

Das ist nämlich genau der Grund, weshalb ich es für die Online-Trainer-Ausbildung nicht mehr mache.

In den klassischen Marketing-Konzepten wird ein sogenannter Launch empfohlen, der bestimmte Stufen durchläuft. Da werden in den Social Media oder im Newsletter kleine Info-Häppchen vorweg gepostet und somit schon mal auf das Thema neugierig gemacht und dann gibt es irgendwann das Webinar. Und kurz darauf beginnt dann der Verkauf des Online-Kurses, auch nur für eine bestimmte befristete Zeit. Um zu motivieren und „Druck“ zu machen.

Ist eine kurzfristige Buchung möglich und sinnvoll?

Das funktioniert bei meinem Thema zum Beispiel nicht. Für die Online-Trainer-Ausbildung müssen sich die Trainer langfristig die Zeit reservieren, während der Modul-Wochen brauchen sie jeden Tag 3-4 Stunden Arbeitszeit.

Bei der Webinar-Trainer-Ausbildung ist es weniger (da sind es vor allem die festen Webinar-Termine), da könnte ich dieses Launch-Verfahren auch noch einmal testen.

Bei Online-Kursen (im Gegensatz zu Online-Seminaren) gibt es ja keine festen Termine. Da wird dann der Zugang zum Kurs freigeschaltet und die Teilnehmer können sich die Videos anschauen und Texte lesen, wann sie wollen. Und ob sie dann in der Facebook-Gruppe aktiv werden, ist auch jedem selbst überlassen.

Da kann man also den Verkaufszyklus sehr kurzfristig ansetzen und dann kann so ein Launch sinnvoll sein.

Was passt zu Ihrem Seminar-Thema?

Wie sieht das bei Ihrem Angebot aus? Wie schätzen Sie es ein?
Macht es Sinn, wenn sich die Teilnehmer kurzfristig anmelden, weil es nur kleine Zeithäppchen benötigt oder zumindest zeitlich flexibel zu bearbeiten ist?

Oder ist es ein umfangreicheres Seminar, bei dem es auch feste Termine gibt, die die Teilnehmer nicht versäumen sollten?

Dann gehört es auch eher zu den sogenannten Evergreens, der langfristig auf Ihrer Webseite angeboten werden und dann auch entsprechend vorher zu buchen sind.

Auch kostenlose Webinare müssen den Teilnehmern einen Nutzen bringen

Bisher ging es in diesem Beitrag hauptsächlich darum, ob Sie solche Webinare anbieten möchten und ob eine kurzfristige Buchung Ihres Seminarthemas möglich ist.

Wenn es also für Sie sinnvoll ist, dann ist es natürlich entscheidend, wie Sie das Webinar gestalten. Denn Sie wollen damit ja Kunden gewinnen.

Also müssen Sie schon Ihr Bestes geben und zeigen, was Sie anzubieten haben.

Auch hier habe ich schon die seltsamsten Argumente gehört. Beispielsweise von einer Kollegin, die meinte, solche kreativen Webinar-Methoden, wie ich sie in meinem Buch beschreibe, würde sie in kostenlosen Webinaren nicht einsetzen. Das sei ihr zu viel Aufwand.

Hä? Was ist das für eine Vorstellung von Marketing?

Wenn ich die Teilnehmer nicht im kostenlosen Webinar begeistere und überzeuge und deutlich mache, dass meine Webinare/ Angebote lebendig und kreativ und anders sind als die meisten anderen, warum sollten sie dann bei mir eine Ausbildung buchen?

Daher ist es sicher ratsam, auch im kostenlosen Webinar schon einige besondere Häppchen anzubieten, die den Teilnehmern schmecken, die sie überraschen, die ihnen Lust machen, mehr davon zu kosten.

Zeigen Sie einige gute Beispiele Ihrer Arbeit. Es reicht nicht, im Webinar nur zu erzählen, wie toll Sie sind, Sie müssen es auch da schon konkret zeigen.

Also, verraten Sie schon einige Ihrer besonderen Tricks, zeigen einige besondere Methoden, die den Teilnehmern schon im Webinar ein Erfolgserlebnis oder einen Nutzen bringen, wo sie anschließend etwas umsetzen können.

Manche haben Sorge, damit schon zu viel gezeigt zu haben. Aber in einem einstündigen Webinar können Sie ja kaum alles zeigen, was Sie anschließend in einem 5 tägigen Online-Seminar oder wie bei mir in drei Wochen ON_TRAB anbieten. Es bleibt also noch immer genug Neues übrig, auch wenn Sie im Webinar schon etwas zeigen. Und Wiederholung hat auch selten geschadet.

Also, seien Sie nicht geizig, hängen Sie sich voll rein, lavieren Sie nicht rum, sondern nehmen Sie ein solch kostenloses Webinar genauso ernst, wie ein kostenpflichtiges. Oder lassen Sie es ganz.

Noch ein Tipp

Wenn Sie am Ende dann Ihr Produkt vorstellen und zum Verkauf anbieten, kündigen Sie das in der Ausschreibung vorher auch an. So sind die Teilnehmer informiert und es ist ja niemand gezwungen, sich das dann auch noch anzuschauen.

Ich kenne natürlich auch die Tricks, dass dann anfangs noch versprochen wird, dass es ganz am Ende (also nach der Produktvorstellung) noch ein besonderes Geschenk gibt und es sich daher lohnt, bis zum Ende dabei zu bleiben. Aber das ist mir persönlich zu billig und zu durchschaubar, daher verzichte ich darauf.

Wenn Menschen Interesse an der Online-Trainer-Ausbildung haben, dann bleiben sie auch bis zum Ende dabei, ansonsten klicken sie sich raus und haben dennoch schon mal einen Eindruck von mir und meiner Arbeit gewonnen. Und später lesen sie dann etwas von mir oder begegnen mir in den Social Media, lesen da einen Kommentar und eines Tages macht es dann vielleicht „pleng“: „Ach, jetzt will ich mal lernen, wie man Online-Seminare gibt. Da war doch die Zamyat…“.

In diesem Sinne, fröhliches Testen!

Und wenn Sie nun ein kostenloses Webinar zu Ihrem Thema anbieten, dann schreiben Sie es doch (ausnahmsweise) in den Kommentar. Sie können dort zwar keinen direkten Link einstellen, aber einen Hinweis, wo wir es finden und uns anmelden können.

Welche Voraussetzungen müssen Sie erfüllen?

Wenn Sie noch nie ein Webinar gehalten haben, dann müssen Sie das natürlich vorher erst einmal lernen.

Sie gehen ja auch nicht einfach in eine Schule und geben mal eben eine Stunde Unterricht oder an die Uni und halten dort eben mal ein Seminar oder in ein Unternehmen, um mal eben ein Training zu geben – wenn Sie das vorher nie gemacht haben und keine entsprechende Ausbildung gemacht haben.

Merkwürdigerweise ist das bei Webinaren anders. Da meinen plötzlich viele Menschen, dass sie das so eben mal machen können. Ein paar Power Point Folien zusammenkloppen, und los geht’s. Da kommen dann eben solche „Webinare“ bei raus, in denen die Folien abgelesen werden (wir nennen das „betreutes Lesen“) und die einzige wilde Teilnehmeraktivität ist es, dass die Zuhörer auch was in den Chat schreiben können.

Nein, es kann nicht jeder einfach mal so Online-Seminare geben.

(Sorry, das musste nun noch einmal sein).

Um ein gutes Webinar geben zu können, brauchen Sie

° ein gutes Webinar-Konzept, eine Planung, einen Trainerleitfaden oder Drehbuch (und daran arbeiten auch Profis oft einige Tage).

° eine gute Webinar-Choreographie und Rhythmisierung, abwechslungsreiche und interaktive Methoden und spannend aufbereitete Themen

° und klar, Sie müssen sich auch mit der Technik der gewählten Webinar-Plattform auskennen und diese mit links bedienen, damit Sie sich auf Ihre Inhalte und den Kontakt mit den Teilnehmern konzentrieren können.

Ja – und all das können Sie natürlich bei mir lernen .

___________________________________

Die nächste Webinar-Trainer-Ausbildung startet am 31. Oktober

Genauere Infos können Sie hier nachlesen.

und hier können Sie sich anmelden, wählen Sie dazu die Variante aus, die Sie buchen möchten.

(Falls es da bei der Anmeldung Probleme gibt, schreiben Sie mir einfach eine Mail, der Support ist noch mit der Behebung eines technischen Problems zugange).

Webinar-Termine, jeweils 9:00 – ca. 11:30 Uhr (inklusive Übungspräsentationen)

1. Donnerstag, 31.10.2019
2. Mittwoch,     06.11.2019
3. Donnerstag, 14.11.2019
4. Freitag, 22.11.2019
5. Donnerstag, 28.11.2019
6. Donnerstag, 05.12..2019

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