Was kommt dir spontan als erstes in den Sinn, wenn du das Wort “Routine” hörst oder liest?
Ist Routine langweilig oder hilfreich oder…
Ich lade dich zu einer gemeinsamen Reflexion ein, du kannst gleich etwas zu Schreiben bereit legen.
Ich mache parallel auch mit, veröffentliche es aber erst am Ende des Beitrags, um dich nicht zu beeinflussen.
Deine Routinen – Fragen zur eigenen Reflexion
1 – Schau doch zuerst einmal, welche Routinen haben sich in deinem Leben entwickelt und welche sind aktuell?
2 – Dann kannst du schauen: Welche der Routinen hast du bewusst installiert, vielleicht sogar bewusst eingeübt, weil du sie nützlich findest?
3 – Welche Routinen sind aktuell gar nicht mehr hilfreich, sondern überholt?
4 – Welche Routinen haben sich unbewusst eingeschliffen, eingebürgert, die du vielleicht gar nicht gut findest?
5 – Oder welche hast du unbewusst übernommen von Eltern, Partnern, Kollegen, Freunden, für dich aber gar nicht so gut sind oder passen?
Du musst deine Notizen nicht akribisch an diesen einzelnen Fragen ausrichten, sie dienen nur als Hilfe, dir bewusst zu werden.
Manches überschneidet sich vielleicht auch.
Dabei taucht sicher auch die Überlegung auf: Was ist Routine und was ist Gewohnheit?
Darauf gehe ich dann später weiter unten noch ein.
Routinen bei der Arbeit
Schreibe dir auch hier eine Liste auf.
1 – Welche Routinen hast du bewusst entwickelt und sind hilfreich für dich?
2 – Welche sind vielleicht nicht mehr passend oder sogar hinderlich?
3 – Welche neuen Routinen würdest du gerne entwickeln?
Meine Beispiele
So ganz banale Dinge wie Frühstücken und Zähne putzen schreibe ich hier jetzt nicht auf.
Routinen, die aktuell sind
- Jeden Morgen nach dem Aufstehen Yoga machen
- Vor dem Frühstück Nahrungsergänzungsmittel nehmen
- Mindestens 2-3 mal in der Woche meine Runde durch die Natur gehen.
- Jetzt hier in der Türkei, jeden Morgen ein Stück weiter am Strand entlang laufen und Yoga machen, Steine bemalen, Ideen aufschreiben.
- Jeden Nachmittag eine Runde drehen
Routinen, die ich gerade neu einrichte
- Im Rahmen meines Fortbildungs-Programms, an dem ich gerade teilnehme, findet jeden Morgen ein Morning-Club statt. Daran nehme ich so oft wie möglich teil. (nur jetzt in der Türkei nicht, das kollidiert mit meinem Yoga am Strand 🙂
Routinen, die ich bewusst neu einrichten will
- Nach dem Yoga auch wieder regelmäßig meditieren
- Regelmäßiger Pausen im Büro einlegen und 5 Minuten auf dem Trampolin wippen und Übungen machen
- Vor allem wieder pünktlich Mittagspause machen und da kochen und nicht erst nachmittags oder abends.
Routinen bei der Arbeit
Aktuelle Routinen
- Der oben schon erwähnte Morning-Club.
- Jeden Abend die Tagesplanung für den nächsten Tag machen. Früher habe ich das mit der Hand und auf Papier als Mind Map gemacht. Nun mache ich es bei Notion, wo ich mit Farben und Symbolen schöne Dinge zeigen kann wie Zeit, Priorität, Kategorie usw.
Routinen, die ich einrichten will
- Jeden Freitag eine Stunde für die Buchhaltung, damit sich das nicht immer so anhäuft 🙁
- Morgens zuerst zwei Stunden konzentriert “inhaltlich” arbeiten, also z.B. ein Seminar vorbereiten, ein Buch oder einen Newsletter schreiben, ein Coaching oder Seminar durchführen. Und mir danach erst eine festgelegte Zeit nehmen, um E-Mails oder Nachrichten zu lesen und zu beantworten. (Meine Neugier macht mir das oft noch schwer, und dann schaue ich mal schnell auf dem Handy, wer was geschrieben hat…)
- An einem bestimmten Tag der Woche den NL schreiben.
Sind Routinen hilfreich oder langweilig?
Wenn ich mir die Ausgangsfrage anschaue, so komme ich persönlich zu der Ansicht, dass Routinen sehr hilfreich sind.
Warum?
Es sind Dinge, die ich in der Regel bewusst installiert habe, weil sie eben Abläufe erleichtern und mich dazu bringen, Dinge zu tun, die mir wichtig sind.
Sie sparen zudem eine Menge Energie, da ich nicht jeden Morgen neu entscheiden muss:
Mache ich jetzt Yoga oder stürze ich gleich ins Büro oder zum Frühstück?
Ich überlege da überhaupt nicht mehr, das geht eben automatisch!
Und bei dem Beispiel merke ich zudem: Wenn ich es ausnahmsweise einmal nicht machen kann, weil ich z.B. einen frühen Arzttermin habe, dann fehlt mir was!
Ich muss mich also nicht jedes Mal neu aufraffen, sondern es läuft…
Was ist der Unterschied zu Gewohnheiten?
Routinen habe ich bewusst eingerichtet, weil ich sie nützlich und hilfreich finde.
Gewohnheiten entwickeln sich wohl eher automatisch und sind nicht immer unbedingt nützlich, können es aber durchaus auch sein.
Nützliche:
Zähne putzen, im Auto anschnallen etc.
Doofe:
Automatisch aufs Handy schauen, wenn es Pling macht
Neutrale
Abends im Bett vor dem Einschlafen lesen
Was kann dir helfen, neue Routinen einzurichten?
- Es in deinen Tagesplan schreiben
Dann bekommt es gleich eine andere Gewichtung und Bedeutung. - E-Mail an dich selbst
Da fällt mir ein, dass ich vor vielen Jahren mal so eine automatische Mail an mich selbst verschickt habe (habe leider das Programm vergessen, über das ich sie verschickt habe), die mich jeden Mittag an die Mittagspause erinnerte. Mit einem deutlichen lustigen Betreff wie: “Raus aus dem Büro, das Gemüse wartet!” – oder so ähnlich :-). - Eine Erfolgspartnerin, ein Buddy Ihr trefft euch regelmäßig und berichtet, ob und wie ihr erfolgreich wart und gebt euch gegenseitig Unterstützung beim Durchhalten.
Ich habe immer Erfolgspartnerinnen zu meinem Fortbildungsprogrammen, das ergänze ich dann auch durch WhatsApp Nachrichten. Das würde für das Thema “Unterstützung bei der Einrichtung von Routine” ja auch schon reichen.
- Es veröffentlichen
Das ist natürlich eine mutige, aber sehr wirkungsvolle Variante: Du kannst es entweder in einer Live-Session verkünden, wenn es thematisch gerade passt. Oder in den Social Media einen Beitrag dazu schreiben (und dich damit quasi öffentlich verpflichten :-)). - Unterstützung suchen
Und hier könnest du auch jemanden suchen, der dich dabei unterstützt oder begleitet, der vielleicht ein ähnliches Ansinnen hat.
Ich hatte vor vielen Jahren mal eine Kollegin bei Twitter (als das da noch kreativ und lustig war), die mir tatsächlich jeden Mittag einen entsprechenden Tweet schrieb. Das hatte natürlich eine immense Wirkung, schon alleine als Anerkennung für ihren Einsatz musste ich das dann auch machen!
So, und nun freue ich mich sehr, wenn du deine Erkenntnisse und hilfreiche Routinen im Kommentar teilst.
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Wer schreibt hier?

Zamyat M. Klein ist Diplom-Pädagogin, Train-the-Trainer-Expertin und Kreativitätstrainerin mit über 40 Jahren Erfahrung.
Sie ist Gründerin der OAZE Online-Akademie und Autorin von mehr als 20 Büchern rund um kreative Seminarmethoden – darunter “Kreative und lebendige Live-Online-Seminare” und „150 kreative Webinar-Methoden“.
Seit 2006 entwickelt sie lebendige und interaktive Online-Seminare, die Teilnehmende wirklich begeistern.
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Zamyat M. Klein ist Diplom-Pädagogin, Train-the-Trainer-Expertin und Kreativitätstrainerin mit über 40 Jahren Erfahrung.
Sie ist Gründerin der OAZE Online-Akademie und Autorin von mehr als 20 Büchern rund um kreative Seminarmethoden – darunter “Kreative und lebendige Live-Online-Seminare” und „150 kreative Webinar-Methoden“.
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Zamyat M. Klein ist Diplom-Pädagogin, Train-the-Trainer-Expertin und Kreativitätstrainerin mit über 40 Jahren Erfahrung.
Sie ist Gründerin der OAZE Online-Akademie und Autorin von mehr als 20 Büchern rund um kreative Seminarmethoden – darunter “Kreative und lebendige Live-Online-Seminare” und „150 kreative Webinar-Methoden“.
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