Mir kommen oft neue Ideen auf dem Klo!

 

Als ich vor über 30 Jahren noch angestellt war und wir im Team zusammen Seminare planten und durchführten, sagten meine Kollegen oft, wenn es irgendwie klemmte: “Geh doch noch mal aufs Klo!”.
Weil ich dann jedes Mal mit einer neuen Idee zurück kam. :-).

 

Du kannst mit Kreativitätstechniken bewusst Ideen zu einer konkreten Fragestellung entwickeln, wie ich es in meinen Seminaren und Coachings zum Thema kreative Ideenfindung oft anleite und durchführe.
Ebenso nutze ich sie auch für mich alleine, wenn ich ein neues Projekt plane oder zu einem bestimmten Thema Ideen suche.

Dazu gibt es ganz unterschiedliche Methoden und Kreativitätstechniken, für kleine und große Themen.

Daher weiß ich, dass Weg 1 eine sehr gute Möglichkeit ist, neue Ideen zu entwickeln, und habe ihn schon oft eingesetzt.

Kreativitätstechniken auf einem Flipchart

Der 2. Weg: Ideen kommen unverhofft angeflogen

Doch in letzter Zeit erlebe ich wieder verstärkt, dass mich ungeplant neue und zwar auch ganz großartige Ideen anfliegen.

 

Beispiel 1: Morgens auf der Yoga-Matte.

Wobei es hier nicht nur um Ideen geht, sondern heute Morgen wieder einmal um eine ganz konkrete praktische Lösung zu einem Problem, mit dem ich mich seit Tagen beschäftigt habe.

Da kam mir sozusagen eine Spontan-Erleuchtung: Ach, vielleicht liegt es daran?

Und siehe da, tatsächlich, das war die Lösung.

Da mir das jetzt schon mehrfach passiert ist, möchte ich das mit dir teilen.

Denn auch wenn das spontan und ungeplant auftritt, kann dir das Bewusst-Machen doch noch zusätzlich helfen.

 

Beispiel 2: Wenn ich draußen in der Natur meine Runde drehe.

Entweder spontan mitten in der Arbeit, weil ich merke, dass die Konzentration schwindet oder ich Bewegungsdrang habe.
Oder abends nach der Arbeit, um runterzukommen.

Auch da ploppen plötzlich Ideen oder Lösungsmöglichkeiten auf von Dingen, an die ich gerade gar nicht bewusst gedacht habe. Sondern ganz spontan und ungeplant.

Tipp: Unbedingt sofort festhalten

Ganz wichtig ist es, diese sofort zu notieren oder aufzusprechen, damit sie dir nicht verloren gehen.
Und auch so, dass du sie wiederfindest und weiterbearbeiten kannst.

 

Beispiel 3: Siesta

Ich gehöre zu den Menschen, die nach dem Mittagsessen ein Mittagsschläfchen brauchen. Siesta klingt aber schicker, so ein bisschen nach Süden und Urlaub.

Und da erlebe ich es seit Jahren immer wieder. Ich schlafe oft nicht richtig, habe eher die Bezeichnung “Kurz-Koma” dafür. Sacke so ganz kurz weg und zack – kommt mir eine Idee.

Die ich dann natürlich sofort aufschreibe – oder aufstehe und umsetze…

Landschaft im Bergischen Land mit Weitblick

Der 3. Weg: Raum dafür schaffen

 

 Nach dem Yoga setze ich mich oft noch aufs Futon, um zu meditieren. Ich scheue mich, es so zu nennen, denn mit wirklicher Meditation hat das nicht viel zu tun. Aber ich sitze zumindest ruhig da.

Still werden

Als Vorübung kann ich eine Atemübung machen, Konzentration auf den Atem wie früher beim ZEN, eine Pranayama-Übung aus dem Yoga oder anderes.

Denn einfach still werden ohne Gedanken – das ist ja so das Schwierigste überhaupt. Irgendwas kreiselt ja immer in unserem Kopf, daher ist die Konzentration auf eine Sache, wie Atem, ein Schritt, der dorthinführt.

Wobei ich auch beim Atemzählen fröhlich parallel an die nächste Einkaufsliste denken kann. 🙂

Intuitives Schreiben

Ich bin ja ein Schreiberling und viele Gedanken entwickeln sich bei mir ja beim Schreiben.
So kann ich das auch hier nutzen.

Du kannst dir eine konkrete Frage stellen und dann einfach drauf los schreiben – und dich überraschen lassen, was dabei herauskommt.
Vielen fällt es schwer, da einfach ganz ehrlich draufloszublubbern und alles aufzuschreiben, was da so durch den Kopf schießt.
Aber du weißt ja, dass du es niemandem nachher zeigen wirst, also trau dich ruhig. Und lass dich eben überraschen, was deine innere Stimme dir vielleicht mitzuteilen hat.

Zamyat sitzt auf einer Yogadecke in Cirali am Strand

Der 4. Weg: Mit KI

Bei konkreten technischen Fragen nutze ich inzwischen auch häufiger Chat GPT – und viele ja auch als Ideengeber für Blogbeiträge und Newsletter-Themen etc.
Meine Themen für NL und Blog möchte ich immer noch selbst entwickeln aus dem, was mich gerade beschäftigt, was ich neu gelernt habe etc.

Aber für konkrete Lösungen, auch im Alltag, ist ChatGPT inzwischen ein guter Ratgeber für mich.

Und natürlich kannst du die KI auch zur Ideenfindung nutzen, mit ihr ein Brainstorming machen, durch die Fragen der KI auf neue Aspekte und Gedanken kommen.

Was passt für dich?

Vielleicht wird dir schon beim Lesen klar, wie es bei dir am besten funktioniert.

Ansonsten achte doch in nächster Zeit einmal darauf, in welchen Situationen dir Ideen zufliegen – und dann kannst du sie bewusst herbeiführen.

Du kannst auch mit den vorgestellten Formen experimentieren und sie ausprobieren.
Auch wenn du noch nie intuitives Schreiben ausprobiert hast. Schreibe oben eine Frage auf den Zettel (ja, dabei kann es hilfreich sein, mit Papier und Stift zu schreiben!!) und schreibe dann einfach weiter. Und schau, was sich da entwickelt.

Wenn du merkst, du klemmst gerade, nimm dir Zeit, eine Runde draußen zu gehen, völlig absichtslos.

Selbst wenn du nicht mit einem Heft voller Ideen zurückkommst, hat dir die Bewegung und frische Luft bestimmt gut getan, so dass du anschließend wieder viel fokussierter arbeiten kannst und dir leichter Ideen kommen.

Ich übe das gerade wieder ganz bewusst, nicht mehr non-stop ohne Pause durchzuarbeiten, weil ich doch gerade so gut im Fluss bin, oder weil ich denke, wenn ich unterbreche, brauche ich nachher länger, wieder reinzukommen etc. etc.

Im Moment sensibilisiere ich mich wieder dafür, das schneller zu merken, wenn eigentlich die Konzentration schon leise nachlässt, mein Körper eigentlich mal vom Stuhl und PC wegwill und etwas anderes braucht.

Und soll ich dir was sagen?
Seitdem habe ich den Eindruck, dass die Arbeit viel produktiver und auch intensiver läuft, seit ich mir mehr Pausen gönne.
Scheint widersprüchlich zu sein, ist es aber überhaupt nicht!

 

⇒ Schreib doch gerne in den Kommentar, was dir dabei hilft, neue Ideen zu bekommen. Oder welche der Vorschläge du umgesetzt und ausprobiert hast und mit welchem Ergebnis.

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