Irgendwann in diesem dreiwöchigen Urlaub ging mir plötzlich so ein 3-Phasen-Modell durch den Kopf, während ich auf dem Köșk lag. Es klingt vielleicht ein wenig technisch, wie bei einem Motor, aber ich finde, es passt sehr gut.

1. Phase: Komplett runterfahren

2. Phase: Auftanken und entspannen

3. Phase: Langsam wieder hochfahren

1. Phase: Komplett runterfahren

Am besten nimmst du dir für diese erste Phase gar nichts vor und schaust nur sehr genau, was du gerade brauchst. Wenn du müde und erschöpft bist oder völlig überdreht, dann gönn dir einfach ein paar Tage am Strand oder wo auch immer du rumliegen und dich erholen kannst.

Mein Beispiel

Ich war wirklich platt und mein Kopf war voll, nachdem ich 3 Jahre keinen nennenswerten Urlaub hatte. Als ich in der Türkei ankam, war es zudem auch noch ziemlich warm, um nicht zu sagen heiß, da musste ich mich eh erst mal dran gewöhnen.

Also lag ich die erste Woche ziemlich viel auf dem Köșk im zauberhaften Garten und las und döste und schlief so vor mich hin. Da ich zu Hause auch sehr unter Schlafstörungen gelitten hatte, wollte ich mich jetzt mal richtig ausschlafen, wann immer ich müde war. Ich ging auch früh ins Bett und ließ alles gaaanz langsam angehen.

Zudem erlebte ich mal wieder, dass der räumliche Abstand Wunder wirkt! Ich habe nur noch sehr wenig an die Arbeit oder andere Dinge zu Hause gedacht, ich war ziemlich schnell da, wo ich nun mal war. Im Garten, auf dem Köșk, morgens mit Yoga am Strand etc.

Ich war vor allem auch körperlich erschöpft, die Unfallfolgen und andere Zipperlein hatten mich ziemlich gebeutelt und daher war mein Fokus vor allem auf Erholung und gesund(er) werden.

Das Tolle war ja, dass ich zum ersten Mal kein Laptop mithatte, keine Seminare von dort aus gegeben habe, den E-Mail Autoresponder eingestellt hatte und keine Termine oder irgendwelche Verpflichtungen hatte. Einfach in den Tag hineinleben konnte und von einem Moment zum anderen schauen, wonach mir nun ist. Essen, wenn ich Hunger habe (die Lokale haben rund um die Uhr auf), schlafen, wenn ich müde bin, Leute treffen, wenn mir nach Unterhaltung war.

2. Phase: Auftanken und Entspannen

Wenn dann wirklich alle Gedanken an Arbeit oder irgendwelchen Mist aus dem Kopf ist, kann die wirkliche Entspannung beginnen. Gar nicht schlecht ist dabei auch vielleicht ein wenig Langeweile. Keine Termine, kein Druck, nichts müssen, sollen oder auch nur wollen. Es sich einfach gut gehen lassen. Schauen, was brauchst du jetzt? Was tut dir gut?

Das kann weiterhin rumliegen sein, das können aber auch Wanderungen und Ausflüge sein, Verabredungen etc.

Mein Beispiel

In der Woche habe ich mich dann mal auf den Weg gemacht, die große Runde ums Dorf probiert und einmal den geliebten Kanalweg gelaufen und am Ende meine Freunde besucht. Sie sind beide Maler und haben dort auch ein kleines Atelier und den grandiosesten Weitblick, den man sich vorstellen kann. Das hat eine lange Geschichte, Kurzfassung: ich habe dieses Haus vor vielen Jahren gefunden und ihnen gezeigt als 2mein Traumhaus“, bin es also „schuld“ und absolut happy, was sich daraus entwickelt hat.

Leider, leider hat mein Rücken nicht mitgemacht und jeweils nach einer Stunde irre geschmerzt. Das war sehr schade und hat dann weitere Unternehmungen dieser Art unterbunden.

Ich bin dann eben mehr und länger im Meer herumgeplantscht, versucht mit der Schwimm-Nudel kleine Wassergymnastische Übungen zu machen und ansonsten mit Yoga und anderen Übungen meinen Rücken zu besänftigen. Bis eine Bekannte meinte: Nimm doch mal ein paar Tage Ibuprofen, damit sich das wieder entspannt. Guter Tipp!

Daher waren größere Unternehmungen nicht möglich, aber einige Verabredungen zum Essen schon.

3. Phase: Langsam wieder hochfahren

Hier kannst und sollst du natürlich vor allem weiterhin schauen, was dir gut tut. Weiter relaxen oder Unternehmungen, Ausflüge, Kontakte?

In der dritten Phase bist du sicher schon in einer aktiveren Phase und auch innerlich kommen vielleicht schon mehr Gedanken an zu Hause, was dich da erwartet, was auf der Arbeit passiert.

Mein Beispiel

Im Prinzip ging es weiter wie bisher, das Köșk war einfach mein 2. Wohnzimmer, das ich mit Decken und Kissen gemütlich und bequem gestaltete – und ein- oder zwei Mal schaute ich mir ein Video an, weil ich mal wieder spontan morgens um 5 Uhr doch noch eine Online-Fortbildung gebucht habe, obwohl ich mir am Abend vorher noch gesagt hatte: „Nein, du bist noch im Urlaub und da verpasst du den Anfang“. Nun ja, so ein bisschen habe ich dann doch da schon mal geschnuppert.

Und so langsam begann ich auch die ersten Mind Maps, was ich denn nach dem Urlaub in welcher Reihenfolge machen muss, was ansteht etc. D.h. ab und zu richteten sich auch meine Gedanken wieder auf die Zeit nach dem Urlaub und in so einer moderaten Form fand ich das ok.

Entspannt auf dem Köșk Notizen machen, die es mir zu Hause erleichtern, loszulegen, war in Ordnung.

Das Modell der 3 Phasen kann man natürlich auf jede Länge von Urlaub beziehen, ob du eine Woche fährst oder 5 Wochen.
Ich habe auf jeden Fall für nächstes Jahr den Bungalow, den ich in der 1. Urlaubswoche hatte, für 4 Wochen im Frühjahr und 4 Wochen im Herbst gebucht, weil sie schnell belegt sind.

Und ich werde wieder ohne Laptop fahren und in meinen laufenden Seminaren einfach längere Pausen von vorneherein einplanen und das den Teilnehmern kommunizieren, dass sie in der Zeit Dinge nacharbeiten und in Eigenregie arbeiten können.

Denn das hat für mich den größten Erholungseffekt gehabt: neben dem immer draußen und in der Natur sein, wirklich keinen einzigen Termin zu haben, wo ich zittern muss, ob dann gerade Stromausfall ist oder das W-Lan ausfällt usw. Es geht nicht um die 3 Stunden Webinar, sondern dass ich dann gedanklich nicht komplett abschalten kann. Aber das ist für mich der Sinn von Urlaub!

In diesem Sinne: wann hast du deinen nächsten Urlaub geplant?

Und sage bitte nicht, das kannst du dir nicht leisten. Ich würde sagen: Du kannst dir nicht leisten, keinen Urlaub zu machen. Du bist die wichtigste Komponente in deinem Business! Daher muss es dir gut gehen.

Außerdem ist es für mich auch schon lange mehr kein Zeichen von Erfolg, wenn Leute wie wahnsinnig arbeiten, sondern für mich bedeutet Erfolg, dass ich meine Arbeit so organisieren kann, dass genug Zeit bleibt für mich und meine Interessen, Freizeit, Kontakte, Gesundheit.

Oder wie siehst du das?

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