Online-Veranstaltungen kreativ und lebendig gestalten
So lautete der Titel meines letzten Online-Seminars vor 2 Wochen.
Das Thema ist ja für mich nicht neu, aber ich habe dennoch wieder mal etwas neues ausprobiert.
Inspiriert durch eine ausführliche Dokumentation:
Steve Jobs Secrets – 25 Prinzipien überzeugender Präsentationen
(**Diese Präsentation wurde bei LinkedIn von Tom Schweitzer zur Verfügung gestellt)
Nun halte ich ja keine Präsentationen, sondern gestalte eben interaktive Seminare und Workshops, trotzdem konnte ich da noch einmal einige wichtige Impulse mitnehmen.
Ich stelle dir hier nur einige vor, die ich entweder schon immer berücksichtigt habe oder eben hier neu ausprobiert habe.
Ein starker Einstieg
Ich starte ja bewusst IMMER mit einer konkreten Methode – und nicht mit allgemeinen Infos. Schon gar nicht mit: “Schreib mal in den Chat woher du kommst”. (Sorry, aber darüber könnte ich mich immer wieder aufregen, weil es mir jede Woche wieder begegnet)
Zitat:
„Die ersten 90 Sekunden einer Präsentation entscheiden, ob dein Publikum bleibt oder innerlich abschaltet”.
Da ich wie gesagt ja gar keine Präsentationen mache, sondern Workshops und Seminare, will ich hier auch gleich die richtigen Weichen stellen und mit der Einstiegsmethode deutlich machen:
Hier wirst du nicht beschallt, sondern kannst aktiv mitmachen.
Steve Jobs empfiehlt auch, mit einer provokativen Behauptung einzusteigen oder mit einem dramatischen Einstieg, der Aufmerksamkeit und Interesse erzeugt.
→ Was fällt dir da zu deinem Thema spontan ein?
Und trau dich ruhig mal was!
Das Warum
Das ist ein Punkt, den ich neu aufgenommen und ausprobiert habe.
Ich bin immer davon ausgegangen, dass das für Trainerinnen ja klar ist, warum sie interaktive Methoden einsetzen, warum sie Methoden zum Einstieg einsetzen usw.
Und bin immer fröhlich direkt in die Methoden reingesprungen, weil ich dachte: “Ja, da erleben sie es ja direkt, dann ist es doch klar!”
Aber das ist eben nicht immer so. Und es gibt Menschen (wie die visuellen Lerner), die brauchen erst einmal eine Orientierung, warum sie was machen oder lernen sollen, bevor sie sich darauf einlassen können.
Dabei muss das Warum nicht immer ein schlauer Vortrag von dir sein, wo du erklärst, warum sie jetzt das und das lernen oder erfahren.
Sondern auch das können die Teilnehmenden manchmal selbst erarbeiten und du ergänzt es dann.
Beispiel aus meinem letzen Seminar
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Da habe ich im ersten Schritt die Teilnehmenden selbst notieren lassen, warum Einstiegs-Methoden sinnvoll sind.
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Erst danach habe ich mein Mind Map gezeigt, als Ergänzung und Gesamtüberblick, mit 7 Oberpunkten und vielen Unterpunkte.
Da sieht man dann schon auf einen Blick, wie viele Gründe es gibt, mit Einstiegsmethode zu beginnen :-). -
Dann gab es noch Tipps, die ihnen bei der Planung und Auswahl helfen, welche Einstiegsmethoden sie nutzen wollen.
Fragen bei der Planung können sein:Welche Infos brauchst du von deinen TN?
Was musst du über ihre Vorerfahrungen wissen?
Was sollen sie voneinander erfahren?
Wie sollen sie sich kennenlernen?
- Und dann habe ich ihnen ganz verschiedene Einstiegsmethoden vorgestellt, d.h. sie haben diese Methoden konkret als Teilnehmende gemacht und erlebt.
- Danach gibt es dann immer eine kurze Reflexion und einen Mini-Transfer, ob und welche der Methoden sie für ihr (nächstes) Seminar gebrauchen können, wie sie dies evtl. umwandeln müssen, welche Fragen sie stellen etc.

Bilder statt Bullet-Points
Diesen weiteren Tipp möchte ich hier noch aufführen (wie gesagt, es sind 25!).
Denn auch in interaktiven Seminaren nutze ich PowerPoint-Folien.
Aber möglichst eben nicht reiner Text und 10 Folien mit Bullet-Points hintereinander.
Ich empfehle schon immer:
Ein aussagekräftiges, teilweise auch witziges oder provokantes Foto – und dazu dann eine Überschrift oder ein Stichwort.
Den Rest erläuterst du mündlich.
Warum?
- Unser Gehirn verarbeitet Bilder sehr viel schneller als Text.
- Bilder erzeugen zudem auch Emotionen.
- Die Teilnehmenden können sich auf deine verbalen Erläuterungen konzentrieren.
Während bei Textfolien folgendes Dilemma auftritt:
- Entweder du liest den Text vor, das nennen wir betreutes Lesen. Und für die visuellen Lerner ist das die Pest, weil sie viel schneller selbst lesen und es dann vor allem besser verstehen.
- Oder du erläuterst Zusätzliches und dann sind die TN hin und hergerissen: Sollen sie dir nun zuhören oder sollen sie lesen?
Und dann funktioniert beides nicht optimal.
Meine Erfahrungen im Seminar
Es fühlte sich für mich sehr rund an, vor jeder Seminarphase und jedem Themen-Abschnitt eine Folie mit WARUM einzufügen und zu erläutern.
Dabei konnte ich dann auch gleich noch das Prinzip berücksichtigen, das ich hier unter 1 und 3 geschildert habe.
Nämlich eine provokante Überschrift und ein entsprechendes Foto (das ich am Tag vorher bei einem Spaziergang noch schnell aufgenommen hatte).
Hier siehst du den Einstieg in die Seminarphase “Input”

Und natürlich erläutere ich das dann anschließend, warum das so ist und zeige vor allem einige alternative Methoden, wie man auch Inhalte und Themen vermitteln kann.
Morgen habe ich das nächste Tagesseminar zum gleichen Thema, da werde ich das wieder testen…
Das soll erstmal reichen.
Wenn dich der ganze Beitrag mit den Tipps interessiert, dann mach dich bei LinkedIn auf die Suche nach Tom Schweitzer 🙂 und dem Post, wo er diesen Beitrag anbietet.
(Na, ich bin ja nicht so, hier ist der Link zu seinem Post).
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Wer schreibt hier?

Zamyat M. Klein ist Diplom-Pädagogin, Train-the-Trainer-Expertin und Kreativitätstrainerin mit über 40 Jahren Erfahrung.
Sie ist Gründerin der OAZE Online-Akademie und Autorin von mehr als 20 Büchern rund um kreative Seminarmethoden – darunter “Kreative und lebendige Live-Online-Seminare” und „150 kreative Webinar-Methoden“.
Seit 2006 entwickelt sie lebendige und interaktive Online-Seminare, die Teilnehmende wirklich begeistern.
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