Welche Plattformen brauchst du für dein Online-Angebot?

Im vorigen Beitrag haben wir uns mögliche Formate angeschaut, und welches Format zu deinem Online-Angebot passt.
Danach richtet sich dann auch die Auswahl deiner Plattformen.

Willst du  Inhalte in Form von Videos und Workbooks für deine Kundinnen zur Verfügung stellen?
Oder soll es auch eine Möglichkeit zum Austausch geben?
Gibt es auch Live-Termine?

Für all das musst du eine geeignete Plattform auswählen.

Ausblick:

Es folgen in den nächsten Wochen noch weitere Beiträge zu den Elementen, die für dein Online-Angebot  wichtig sind:

  • Das ist wohl das „lästigste“ Thema: Was brauchst du noch alles an technischen Zusatz-Tools? Webseite, Landingpage, Buchungs- und Bezahllösungen, Terminbuchung und E-Mail-Marketing-Tool.
  • Das Herzstück: Inhaltlicher Aufbau und methodische Gestaltung
    – technische Tools, die interaktive Methoden unterstützen
  • und wie du dein Angebot bekannt machst und verkaufst

Das ist sozusagen dein Haus, wo alles stattfindet.
In dem Haus kann es unterschiedliche Räume geben.

  1. Eine Plattform, wo deine Live-Veranstaltungen stattfinden:
    Live-Webinare, -Workshops und -Calls. Das kann zum Beispiel Zoom sein.

  2. Ein Kursbereich oder Mitgliederbereich,
    wo du deine Kursunterlagen hochlädst, deine Videos, deine Workbooks, Audios etc.

  3. Eventuell auch eine Plattform, für wo ein Austausch stattfinden kann:
    Ein Forum, eine Community, ein Chat, wo sich die Teilnehmenden untereinander austauschen können oder auch mit dir in Kontakt treten und Fragen beantworten können.

Bevor du dich für eine Plattform entscheidest, ist es sinnvoll, wenn du vorher klar bist, was du von den Möglichkeiten nutzen willst und wie du arbeiten möchtest.

Bei einem reinen Selbstlernkurs reicht ein Kursbereich, wo du die Videos und das Material hochlädtst.

Willst du aber auch in einen direkten Austausch mit deinen Teilnehmenden gehen, dann reichen da viele Plattformen nicht.

Die Startseite der OAZE - Online-Akademie

 

 

Da mir das immer sehr wichtig war, habe ich ganz bewusst für meine OAZE – Online-Akademie eine Plattform ausgewählt, bei der beides integriert ist, was ich unter 2 und 3 aufgeführt habe. (Moodle)
Ich kann dort alle Videos und Workbooks, Texte und Bilder hochladen, ich kann aber in jedem Modul, direkt zu einem konkreten Thema, auch ein Forum einrichten, wo sich die Teilnehmenden austauschen können, und je nach Variante auch mir Fragen stellen und mit mir beispielsweise schrittweise ihr Seminarkonzept entwickeln können.
Zusätzlich zu den Live-Workshops arbeite ich also auch noch asynchron in einem Forum mit meinen Teilnehmerinnen.

Viele nutzen für den Austausch eine Facebook-Gruppe.
Das finde ich persönlich ok, wenn es eine kostenlose Challenge o.ä. ist.
Für ein hochwertiges Programm finde ich aber eine geschlossene Gruppe in einem persönlichen Mitgliederbereich passender.
Zumal ich dann auch nicht von anderen abhängig bin.

Als ich 2006 mit Online-Seminaren anfing, gab es nur solche asynchronen Lernplattformen und Foren. Da habe ich auch diese schriftliche Arbeit kennen – und schätzen gelernt und auch, welche andere Dynamik und vor allem Systematik dort möglich ist.

Bei Facebook oder WhatsApp-Gruppen flutschen die Beiträge so durch, es ist Zufall, welchen Beitrag ich sehe.
In solch einem Forum habe ich eine feste Systematik und finde sofort die Beiträge zu dem Thema, das mich interessiert.

Welche Plattformen gibt es und wie unterscheiden sie sich?

Ich sage es gleich, ich kann hier keinen kompletten Überblick geben über alle Plattformen, die es dafür gibt und auch keine detaillierte Beschreibung.
Ich habe mir einige angeschaut, bin da aber auch nicht überall auf dem neuesten Stand.
Und all diese Plattformen entwickeln sich ständig weiter und es gibt da entsprechend viele Veränderungen.

Daher ist es ein wenig zufällig, welche Plattformen mir in letzter Zeit häufiger begegnet sind.

Kursplattformen

Schon länger sind solche Plattformen wie
Coachy, Ablefy (früher Elopage), Udemy, Kajabi, Digimember auf dem Markt, wo du Videos und Texte hochladen kannst.

Dann kamen Mentortools und andere neuere Anbieter auf den Markt, die auch dabei helfen, den Kurs sehr schnell zu erstellen, auch mit Hilfe von KI.

Ziemlich neu ist alfima, die wohl ein Rundum-Angebot haben, wo du nicht nur deine Kurse hochladen kannst, sondern auch das ganze Drumherum: Eine Landingpage, ein Bezahlsystem, eine integrierte Newsletter- und E-Mail-Automation, und ein Terminbuchungstool. Auch hier gibt es KI-Tools, die dir bei vielen Dingen helfen.

Lernmanagement-Systeme

Das, was ich nutze, ist ein sogenanntes LMS (Lern-Management-System), das von Unternehmen, Unis und Schulen genutzt wird.
Ich nutze Moodle, daneben gibt es Ilias , Teachable und einige andere.

Da es inzwischen eine soo große Zahl an Plattformen gibt, empfehle ich dir zu googlen oder eine KI zu fragen, wenn du genau weißt, was du brauchst.

Communities

Auch diese gibt es inzwischen wie Sand am Meer.

Ich selbst kenne nur folgende ein wenig, da sie von Kollegen aus meiner Bubble genutzt werden:
Circle , Skool und communi,
die vor allem für den Austausch genutzt werden, in denen du aber wohl auch Kurse hochladen kannst.

Webinar-Plattformen für Live-Veranstaltungen

Auch hier gibt es inzwischen eine unübersichtliche Menge.

Ich denke Zoom dürfte die bekannteste Plattform sein, die ich in den letzten Jahren auch vor allem und am liebsten nutze.
Einfach weiß sie 1. vergleichsweise einfach zu bedienen ist und 2. weil sie die meisten interaktiven Tools hat und sich auch da ständig weiterentwickelt und 3. ausgesprochen günstig ist.

In meinen ersten Online-Jahren habe ich auch Webinare bei edudip angeboten, die in Aachen sitzen und es daher DSGVO kein Thema war. Inzwischen gibt es dort auch Gruppenräume, sogar Eddi, einen kleinen Methoden-Assistenten und viele schöne Dinge mehr, die auch interaktives kreatives Arbeiten ermöglichen.

Dann habe ich auch Seminare über Adobe Connect gemacht, das sehr aus dem Rahmen fiel. Sehr viele Möglichkeiten, die ich hier gar nicht aufführen mag. Es gab dort viele verschiedene “Pods” = Fenster, mit denen ich alle möglichen Dinge bearbeiten konnte. Ich habe es damals den “Mercedes der Webinar-Plattformen” genannt.
Nun habe ich aber schon viele Jahre dort nicht mehr gearbeitet und bin sicher, dass sich auch hier noch eine Menge getan hat.

Reingeschnuppert habe ich auch mal in Big Blue Button, wo auch interaktives Arbeiten möglich ist.

Mit MS Teams bin ich als außenstehende Trainerin absolut nicht klar gekommen, daher kann ich dazu nichts beitragen. Zumindest war das Whiteboard und andere Tools anfangs sehr dürftig und alles 10 mal komplizierter als bei Zoom. Auf jeden Fall gibt es da nicht so viele interaktive Tools und Möglichkeiten wie bei Zoom.

Für Anfänger würde ich ganz klar Zoom empfehlen! Und auch für höchst Fortgeschrittene wie mich :-).

Andere Plattformen kenne ich nur als Teilnehmerin, wo in der Regel aber nur Vorträge laufen oder sogar aufgezeichnete Webinare und die ganze Interaktion sich auf den Chat beschränkt (wenn überhaupt).

Fazit – und was du für dich vorher klären musst

  1. Werde dir klar, welche Funktionen und was du von der jeweiligen Plattform brauchst.
  2. Welche Einarbeitungszeit kostet es dich und wie sieht es mit Hilfe aus?
    Gibt es einen guten Support, der erreichbar ist?
    Gibt es KI-Tools, die dir helfen?
  3. Schau dir auf den Webseiten die Einführungen und Übersichten an.
  4. Am besten ist es, du kennst jemanden, der dir live die Plattform zeigen kann und von eigenen Erfahrungen berichten kann.
  5. Natürlich gibt es zu allem auch YouTube Videos. Auch da kannst du dir einen Überblick verschaffen.

Meine Plattformen

Für meine Live-Online-Seminare und -Workshops nutze ich in der Regel Zoom.

Als Kursbereich und Mitgliederbereich habe ich meine OAZE – Online-Akademie bei Moodle.
Dort kann ich Videos und Workbooks, Texte, Bilder etc. hochladen.
Es gibt aber außerdem die Möglichkeiten dort auch Foren anzulegen, wo sich die Teilnehmenden austauschen oder mit mir kommunizieren können.

Zudem gibt es dort noch unendlich viele Tools und Möglichkeiten, wie Lernspiele mit H5P und Vieles, das ich gar nicht nutze.

Aber ich finde es gut, alles an einem geschützten Ort zu haben, der nur mir gehört, ich bin von niemandem abhängig, der vielleicht mal eben entscheidet, das Tool zu beenden, die Plattform zu schließen oder zu verkaufen und vor allem für Werbung zu nutzen.

Die Plattform ist ein von 7 Bausteinen, die du für dein Online-Angebot brauchst.
Hier kannst du den Gesamtüberblick nachlesen: „Was brauchst du eigentlich alles für dein Online-Angebot? Die 7 wichtigsten Bausteine – von der Idee bis zum Verkauf.

Wer schreibt hier?

Zamyat M. Klein ist Diplom-Pädagogin, Train-the-Trainer-Expertin und Kreativitätstrainerin mit über 40 Jahren Erfahrung.

Sie ist Gründerin der OAZE Online-Akademie und Autorin von mehr als 20 Büchern rund um kreative Seminarmethoden – darunter “Kreative und lebendige Live-Online-Seminare” und „150 kreative Webinar-Methoden“.

Seit 2006 entwickelt sie lebendige und interaktive Online-Seminare, die Teilnehmende wirklich begeistern.

Weitere Informationen findest du auf der "Über mich"-Seite.

Zamyat mit aufgestützter Hand und Sonnenbrille auf dem Kopf

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