Was willst du inhaltlich in deinem Online-Angebot vermitteln und wie?
Du hast nun Thema und Zielgruppe deines Online-Angebots klar, weißt, welches Format du anbieten willst und auf welcher Plattform und wie und mit welchen Tools und wo du es bekannt machst und eine Buchung ermöglichst.
Das ist alles “nur” der äußere Rahmen, ohne den aber nichts geht.
Doch das Zentrale ist natürlich, was du inhaltlich anbietest und auch wie.
Das wollen wir uns heute und in den nächsten Beiträgen genauer anschauen.
Ich empfehle dir, während du das hier liest, für dich parallel schon Notizen dazu zu machen und das auszuarbeiten.
Deine Inhalte und Schwerpunkte
Du kennst wahrscheinlich dein Thema schon länger und weißt, welche Inhalte du vermitteln willst. Vielleicht hast du es schon lange im Coaching angeboten oder in Präsenz-Seminaren.
Neu ist für dich, das auch online anzubieten.
Wenn du schon aus deiner bisherigen Arbeit die Inhalte und ein Konzept im Groben hast, ist das natürlich eine prima Voraussetzung.
Doch online läuft es zum Teil etwas anders ab, daher solltest du das bei deiner Planung berücksichtigen.
Es hängt natürlich auch mit dem Format oder den Formaten zusammen, die du für dein Angebot gewählt hast.
Ob und wie viel du live mit deinen Kundinnen verbringen willst, was sie alleine anschauen oder durchlesen und durcharbeiten.
Davon hängt es natürlich ab, wie du deine Inhalte vermittelst und welche Methoden du da einsetzen kannst. Denn du kannst durchaus auch in Videos und Texte interaktive Elemente einbauen, damit sie nicht nur passiv konsumiert werden.
Grobe Planung der Struktur
Ganz gleich ob du noch was rumschwimmst oder schon sehr fit in dem Thema bist: Ich kann dir für die erste grobe Planung nur wärmstens die Mind Map-Methode empfehlen.
Warum ich die Mind Map-Methode zur Planung empfehle
1 – Unter anderem deshalb, weil sie sehr offen ist und du jederzeit hin- und herspringen und ergänzen kannst.
Tabellen und Listen vermitteln unbewusst den Eindruck, dass es so eine feste verbindliche Reihenfolge ist, die Punkte alle feststehen und da nichts mehr zwischenpasst.
Wenn du am PC schreibst, kannst du natürlich auch bei Tabellen und Listen etwas einfügen, aber bei einem Mind Map ist es rein optisch leichter und offener, es lädt geradezu dazu ein, noch Unterpunkte und Zwischenschritte zu ergänzen.
2 – Die Planung mit Mind Maps hat außerdem den Vorteil, dass du einfach eine andere Art von Gesamtüberblick hast.
Ich habe das auch früher in meinen Präsenzseminaren genutzt und immer zwischendurch einen Blick auf mein Planungs-Mind Map geworfen.
Da konnte ich mit einem Blick sehen, welches Thema oder welche Methode als nächstes kommt und ganz wichtig: wie es mit der zeitlichen Planung aussieht.
Bin ich gut in der Zeit, muss ich auf die Tube drücken oder unauffällig einen Punkt streichen?
Während meiner Online-Seminare habe ich dieses Mind Map immer vor mir liegen und kann auch hier schnell feststellen:
Wo bin ich gerade?
Welches Thema, welche Methode kommt als nächstes?
Welches technische Tool brauche ich dazu, was muss ich freischalten?
Wie liege ich mit meiner Zeitplanung?
Planungs-Verlauf
1 – Sammlung aller Themen, Inhalte und Schwerpunkte
Aber egal mit welcher Methode du an die erste Planung rangehst, sammele erst einmal alle Themen und inhaltlichen Schwerpunkte, die zu dem Thema gehören.
Was willst du vermitteln? Was sollen die Teilnehmerinnen erfahren, lernen, erarbeiten?
2- Reihenfolge
Bei vielen Themen gibt es dann auch eine logische Reihenfolge. Was baut thematisch aufeinander auf?
Danach kannst du diese Themen und Inhalte erst einmal in der richtigen Reihenfolge an das Mind Map hängen.
Mein Beispiel
Da ich zu den Menschen gehöre, die Dinge besser kapieren, wenn sie dazu konkrete Beispiele bekommen, werde ich das hier auch parallel mit meinem neuen Programm machen, das ich gerade entwickele.
Der Arbeitstitel des neuen Programms: “Dein lebendiges Angebots-Webinar, mit dem du Kundinnen gewinnst”
Themen / Inhalte
Einstieg ins Seminar / Einstieg, Kennenlernen der Plattform /
Planung, Aufbau und Struktur deines Webinars
Technik: Zoom-Einrichtung / Zoom-Bedienung während eines Meetings / Zoom-Tools für interaktive Methoden
Teilnehmer-Aktivierung: Methoden zu verschiedenen Seminarphasen, Energizer
Alternativen zu PowerPoint-Vorträgen
Deine Expertise zeigen: Verschiedene Varianten
Dein Angebot verkaufen
Basics für Anfänger: Ausstattung, Sitzposition etc.
Tja, und da hinkt es auch schon mit dem Beispiel. Denn ich will hier zum ersten Mal etwas Neues ausprobieren. Nämlich keine festgelegte Reihenfolge, da die Teilnehmenden sicher an unterschiedlichen Stellen stehen und daher nicht alle das Gleiche brauchen.
Und daher will ich eine Form entwickeln, wo sie wählen können, womit sie anfangen, was sie intensiv durcharbeiten und was nur überfliegen.
Trotzdem bastele ich jetzt mal so ein Mind Map, um die Vorgehensweise deutlich zu machen.
Und es gibt auch durchaus Empfehlungen, welche Reihenfolge sinnvoll ist.
Aber in meinem Fall müssen die Teilnehmenden nicht immer das ganze Modul von vorne bis hinten ausarbeiten.
Dazu auch als konkretes Beispiel das Zoom-Modul:
Jemand, der noch nie was bei Zoom gemacht hat und überhaupt erstmal einen Account anlegen muss, sollte hier am Anfang starten.
Eine andere Teilnehmerin, die schon längst mit Zoom arbeitet, also einen Account hat und auch schon einige Calls durchgeführt hat, und also auch schon weiß, wie sie Teilnehmende zum Meeting einlädt, kann Punkt 1 und 2 überspringen und direkt mit 3 und 4 starten.
Da geht es unter 3 um die Bedienung der Technik im Webinar-Raum und unter 4 vor allem um die Tools, die interaktive Methoden ermöglichen.
Und hier wird die Querverbindung deutlich:
Beim Punkt 4, welche Tools es für interaktive Methoden gibt, werde ich natürlich auch konkrete Methoden zeigen, die man eben damit durchführen kann. Damit habe ich eine Verbindung zum Modul: Teilnehmer-Aktivierung und Methoden.
Und umgekehrt tauchen in dem Modul Teilnehmer-Aktivierung wiederum Querverweise zu den Zoom-Tools auf, die ich zu den einzelnen Methoden brauche.
Das sind jetzt schon Details, sie sollen nur den neuen Ansatz deutlich machen.
Was vermittelst du in welchem Format?
– Im Live-Workshop, in einem Video, im Workbook?
Vielleicht wird an dieser Stelle schon deutlich, welches Thema du in welchem Format anbietest, falls du wie ich eine Kombination aus Live-Workshops und Mitgliederbereich machst.
Dann denk dir Symbole oder eine Farbe für jedes Format aus und hänge das an die Themen dran.
Was können sie zum Beispiel als Grundlage erst einmal alleine erarbeiten, sich dazu ein Video anschauen oder ein Workbook bearbeiten?
Und welche Themen erarbeitet ihr besser gemeinsam in einem Live-Seminar, wozu bieten sich Arbeitsgruppen in den Breakout-Rooms an?
Beim Thema Zeitmanagement habe ich zum Beispiel immer in Arbeitsgruppen Zeitfresser und Störfaktoren sammeln lassen, weil es da auch oft Gemeinsamkeiten und ähnliche Probleme gibt.
in der Gesamtgruppe wird dann damit weitergearbeitet.
Ich zeige hier bei meinem Beispiel nur die Oberpunkte, man kann bei diesen Mind Maps am PC die Unterpunkte einklappen, das erleichtert den Überblick.
Themen unterschiedlich vermitteln
Wie so oft wurden mir jetzt beim Schreiben und Erstellen noch Dinge klar, die mir vorher nicht so bewusst waren.
Es kann sein, dass ich ein Thema sowohl im Video zeige, dazu ein Workbook erstelle für die, die die Infos und Inhalte lieber und schneller lesen und auch im Live-Workshop davon etwas zeige.
Dann würde es also in allen 3 Formaten auftauchen.
Thema: Wie du ein Seminar mit einem Mind Map planen kannst.
1- Live-Workshop:
Dort stelle ich das Mind Map vor und lade die Teilnehmenden ein, das parallel direkt mitzumachen.
Daraus ergeben sich dann vielleicht auch Fragen, die sie dann direkt stellen können.
2- Im Forum (Mitgliederbereich)
Nach dem Workshop kann jeder weiter daran arbeiten und das Ergebnis dann im Forum einstellen.
Um es auch den anderen zu zeigen, Fragen dazu zu stellen, sich auszutauschen.
3- Workbook
Im Workbook habe ich dann eine grundlegende Einführung in die Mind Map-Methode.
4- Video
Und ich könnte auch noch ein Video dazu machen.
In diesem Fall würde aber die Aufzeichnung des Live-Workshops reichen, wo ich das ja auch live zeige.
Mein Beispiel: Modul zur Technik bei Zoom
Ich nehme jetzt noch mal das Zoom-Modul als Beispiel.
Da habe ich zum einen die Zuordnung zu Formaten und die vier Unterkapitel.
Wie bekomme ich das jetzt zusammen?
Im Grunde müsste ich die linken Format-Stichworte an jedes Zoom-Modul hängen
Und dann kann sich herausstellen, wie gerade bei diesem Modul, dass nicht immer alle Formate nötig sind.
Ich werde ganz sicher nicht die Grundeinstellungen live durchgehen, das ist der langweiligste und ödeste Teil.
- Dazu mache ich ein Video und dann kann das jeder Schritt für Schritt alleine durchführen.
- Und in einem Live-Technik-Call dann evtl. Fragen stellen, wenn etwas nicht geklappt hat.
- Diese Fragen könnten aber auch im Forum gestellt werden (dazu brauche ich dann Screenshots, wo was nicht funktioniert oder anders aussieht).
Und beantworte das dann im Forum ebenfalls mit Screenshots oder mit einem kleinen Video.
An dem Beispiel siehst du also, dass es meist mehrere Möglichkeiten gibt und du wählst die aus, die gerade am besten passt.
Bei Thema Zoom wird es auch keine Theorie-Blocks geben. Hier geht es nur um die praktische Seite.
Einrichtung und Nutzung der sinnvollen Tools.
Und das Thema Mindset ist hier sicher übergreifend und muss nicht in jedem Unterkapitel einen eigenen Abschnitt bekommen.
Hier geht es um die Ängste und Blockaden zum Thema Technik – das ist unabhängig von den einzelnen Kapiteln.
Und mit diesen vorherigen Überlegungen (Theorie brauche ich nicht, Mindset ist übergreifend) sähe es dann so aus:
Für Kapitel 1 reichen im Grunde die Videos, aber zum schnellen Nachschauen werde ich auch ein Workbook dazu liefern, wo ich mit Screenshots die wichtigsten Einstellungen zeige.
Bei Bedarf beantworte ich aber auch Fragen dazu im Forum oder es gibt einen speziellen Technik-Call dazu.
Bei Kapitel 2 reicht ein Video, wie ich ein Meeting anlege und die Einladung kopiere bzw. verschicke.
Bei Kapitel 3 geht es um die Einstellungen und Bedienung der Technik, wenn du schon in einem Webinar mit Teilnehmenden bist.
Das ist das, was den meisten erst mal am meisten Stress macht – und was man in der Tat auch vorher üben sollte, damit man sich während des Webinars auf die Teilnehmenden und die Inhalte konzentrieren kann.
Auch bei dem Kapitel reichen im Grunde Videos , vielleicht auch noch als Ergänzung Screenshots und Erläuterungen in einem Workbook – und dann vor allem selbst vorher üben!!
Und Kapitel 4 ist dann das, was mir am meisten am Herzen liegt. Kapitel 1-3 sind Basics, die jeder lernen muss!
Kapitel 4 betrifft die Tools für die verschiedenen Methoden.
Es ist die Kür, die ein Webinar erst lebendig und interaktiv gestaltet!
Und hier siehst du eben auch die Verknüpfung mit anderen Modulen, wie Teilnehmer-Aktivierung.
Hinweis
Das ist jetzt vielleicht ein wenig viel und vielleicht auch etwas verwirrend.
Und gleich vorweg: Das ist jetzt noch nicht meine endgültige fertige Planung. Ich habe es wirklich parallel zum Schreiben dieses Beitrags als Beispiel erstellt.
Wenn ich dann ganz konkret daran arbeite, werde ich sicher noch einiges ändern, ergänzen, streichen, neu dazu nehmen.
Aber es zeigt dir einen Weg, wie du selbst Schritt für Schritt vorgehen kannst.
Und auch bei dir wird sich sicher erst einiges bei der konkreten Ausarbeitung klären. Machst du dazu ein Video oder baust du das in deinen Live-Workshop ein?
Dann denke dran, das sofort zumindest als Idee in deinem Mind Map zu ergänzen.
Ideen sind sehr flüchtig und sehr schnell wieder weg.
So, das war jetzt der erste Teil, wo es um die inhaltliche Ausgestaltung deines Programms geht.
Zu den Methoden kommen wir dann im nächsten Beitrag.
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Hier kannst du alle 7 Bausteinen, die du für dein Online-Angebot brauchst, nachlesen.
Falls du schon neugierig bist
Du hast ja jetzt schon einige Einblicke in mein geplantes Online-Seminar bekommen: “Dein lebendiges Angebots-Webinar, mit dem du Kundinnen gewinnst”.
Wenn du schon einmal genauer schauen willst, kannst du das hier machen.
Da es noch nicht fertig ist, kannst du es noch nicht buchen, aber du kannst dich unverbindlich in die Warteliste eintragen.
Dann erfährst du als erste, wenn es die Türen öffnet und kannst dann in Ruhe schauen, ob es für dich interessant ist.
Hier kannst du schon mal einen kleinen Einblick bekommen…
Und wenn du Fragen hast, melde dich gerne bei mir per Mail.
Wer schreibt hier?
Zamyat M. Klein ist Diplom-Pädagogin, Train-the-Trainer-Expertin und Kreativitätstrainerin mit über 40 Jahren Erfahrung.
Sie ist Gründerin der OAZE Online-Akademie und Autorin von mehr als 20 Büchern rund um kreative Seminarmethoden – darunter “Kreative und lebendige Live-Online-Seminare” und „150 kreative Webinar-Methoden“.
Seit 2006 entwickelt sie lebendige und interaktive Online-Seminare, die Teilnehmende wirklich begeistern.
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